| Die Suchtmedizin
beschäftigt sich mit der Erforschung, Vorbeugung
und Behandlung von Suchterkrankungen. Deshalb ist dieser
Bereich der Medizin auch einer, der zum ganz großen
Teil außerhalb der Praxisräume stattfindet:
Vorbeugung als Beratung und Aufklärung findet in
den Schulen statt, im Drogencafé und bei den
Vereinen und Verbänden. Die Behandlung von "stoffgebundenen"
Süchten wie z.B. Heroin kann glücklicherweise
heute mit einer Auswahl an Medikamenten durchgeführt
werden, die im Zusammenhang mit der Psychosozialen Begleitung
von Beratungsstellen vielen Betroffenen einen Ausweg
aus dem Kreislauf von Sucht - Arbeitslosigkeit - Kriminalität
bieten. Durch geeignete Medikamente können junge
Menschen wieder aktiv am Leben teilnehmen, Arbeit aufnehmen
und sich so dem Kreislauf allmählich entziehen.
Dieses als Substitution bezeichnete Verfahren bedingt
zwar einen hohen Einsatz, es ist für uns alle aber
immer wieder eine riesige Freude, wenn es wieder einmal
jemand geschafft hat, sich selbst unter dieser Behandlung
aus dem Sumpf zu ziehen. Durchschnittlich alle neun
Wochen können wir einen solchen Erfolg feiern.
Zur Suchtmedizin im weiteren Sinne gehört auch
die Behandlung von Folgeerkrankungen, besonders ist
die schlimme Infektion mit dem "Hepatitis-C-Virus"
zu nennen. Die Behandlung mit dem Wirkstoff Interferon
führen wir in relativ hoher Zahl durch. |